Besamungstechniker*in
Andere Bezeichnung(en):
Besamer*in
Weiterbildung & Karriere
Besamungstechniker*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft führen vor allem die Landwirtschaftskammern und die Landarbeiterkammern gemeinsam mit den Ländlichen Fortbildungsinstituten (LFI) Kurse und Lehrgänge für die einzelnen Betriebszweige durch, wie z. B.: Tierschutz, Nutztierhaltung, Recht, Unternehmensführung, IT, oder Personalverrechnung. Darüber hinaus bieten auch berufsspezifische Verbände relevante Weiterbildungen an.
Im Veterinärwesen ist außerdem die Veterinärmedizinische Universität eine wichtige Anlaufstelle für Weiterbildungen.
Weiterbildungseinrichtungen wie das Berufsförderungsinstitut (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zahlreiche berufsübergreifende Weiterbildungsmöglichkeiten, die für landwirtschaftliche Berufe relevant sein können an, beispielsweise zu kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Themen. Siehe die aktuellen Kursbücher des Berufsförderungsinstitutes (BFI) sowie des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI).
Wichtige Weiterbildungsthemen für Besamungstechniker*innen sind beispielsweise:
Fachkompetenzen
- Tierzucht und Tierschutz
- artgerechte Nutztierwirtschaft
- Veterinärmedizin
- Agrartechnik, Gentechnik
- Labortechnik
- gesetzliche Vorschriften
- Buchhaltung, Kostenrechnung
- Lagerwirtschaft, Lagerlogistik
- Datensicherheit, Datenschutz
- Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
Methodenkompetenzen
- Arbeitsvorbereitung
- Arbeits- und Betriebssicherheit
- Unfallverhütung, Erste Hilfe
- Hygiene und Sauberkeit
- Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle
- Zeitmanagement, Terminkoordination
- Team- und Mitarbeiter*innenführung
Sozialkompetenzen
- Kommunikationsfähigkeit
- Kund*innen / Serviceorientierung
- Teamfähigkeit
Nach mehrjähriger beruflicher Erfahrung und Zusatzqualifikationen können Besamungstechniker*innen zu Bereichsleiter*innen oder Betriebsleiter*innen aufsteigen und führen als solche Mitarbeiter*innen und Teams.
Neben der Möglichkeit der selbstständigen Betriebsführung ist in diesem Beruf auch eine Weiterentwicklung und Karriere durch fachliche Spezialisierung beispielsweise auf bestimmte Tierarten oder -rassen und damit eine Fachkarriere und Entwicklung in eine Expert*innenrolle möglich.