Bohrarbeiter*in

Berufsbeschreibung

Bohrarbeiter*innen arbeiten im Bereich des Bergbaus, des Bauwesens und in der Erdöl- und Erdgasgewinnung. Sie nehmen Bohrungen vor, bauen Bohranlagen auf und ab und halten sie instand. Sie legen Leitungen und transportieren Geräte und Anlageteile zur Bohranlage. Dort hantieren sie mit unterschiedlichen Bohrmaschinen und Presslufthämmern sowie mit einfachem Handwerkzeug (Schraubenzieher, Hacken, Schaufeln etc.). Die Bohrarbeiten erfolgen im Team unter Leitung von Expert*innen (z. B. Erdöltechniker*innen, Bergbautechniker*innen). Dieser Beruf ist ein Anlernberuf, d. h. die Ausbildung erfolgt direkt am Arbeitsplatz.

Bohrarbeiter*innen arbeiten zunächst beim Transport von Bohrmaschinen und -geräten und Bohranlageteilen (z. B. Stahlrohre, Leitungen, Verbindungsteile) zur Bohrstelle mit. Sie stellen die Maschinen und Geräte auf, überprüfen ihre Funktionstüchtigkeit und legen die Bohranlageteile zurecht (z. B. die zu verlegenden Rohre). Nach Anweisung von Expert*innen führen sie Bohrungen in unterschiedlichen Bohrverfahren durch.

Im Bereich der Erdöl- und Erdgasgewinnung werden Bohrungen bis in große Tiefen durchgeführt, um die Rohstofflagerstätten zu erschließen. Jeder Bohrabschnitt muss mit Rohren und Leitungen verlegt und gesichert werden. Erreicht die Bohrung das Erdöl- bzw. Erdgaslager, so dringt dieses mit großem Druck durch die Leitungen an die Oberfläche. Bohrarbeiter*innen im Bereich der Erdöl- und Erdgasgewinnung arbeiten oft unter extremen klimatischen und körperlichen Belastungen an verschiedenen Einsatzorten, z. B. Hochseebohrinseln, Bohrfelder in Wüstengebieten.

Bohrarbeiter*innen im Bereich des Hoch- und Tiefbaus (z. B. Gebäudebau, Straßen- und Tunnelbau) führen Erschließungsarbeiten am Erdreich aus, die der Vorbereitung für Baumaßnahmen aller Art dienen. Zu diesem Zweck, zum Beispiel für das Ausheben von Baugruben oder Tunnelschächten, bedienen sie unterschiedliche Bohrmaschinen und Baugeräte.

Bohrarbeiter*innen arbeiten mit Stahlrohren, Leitungen und Verbindungsteilen zur Errichtung von Bohrtürmen. Sie hantieren mit Bohrmaschinen, Hand- und Presslufthämmer sowie mit verschiedenen Werkzeugen und Geräten wie z. B. Schaufel, Hacken, Schraubenzieher, Schraubenschlüssel und anderen Baumaschinen und -geräten. Sie tragen Schutzkleidung einschließlich Helm, Ohrenschutz und festem Schuhwerk.

Bohrarbeiter*innen arbeiten an Bohrstellen u. a. auch auf hoher See, in Wüsten (Erdöl- und Erdgasgewinnung), im Bergbau und im Bereich des Hoch- und Tiefbaus (Tunnel, Straßen, Gebäude). Auf den Baustellen sind sie Witterungsbedingungen wie Hitze, Kälte und Nässe sowie Lärm und Staub ausgesetzt. Ihre Arbeit stellt ein gewisses Sicherheitsrisiko dar, insbesondere da im Rahmen von Bohrarbeiten oft Sprengungen durchgeführt werden und darauf zu achten ist, dass dabei nicht ungeplante Erdrutsche und Lawinen verursacht werden.

Bohrarbeiter*innen arbeiten im Team mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften unter der Anweisung von Vorgesetzten wie z. B. Bergbautechniker*innen, Erdöltechniker*innen, Verkehrstechniker*innen oder Bautechniker*innen.

  • Bohrmaschinen und -geräte und Bohranlageteile (z. B. Stahlrohre, Leitungen, Verbindungsteile) zur Bohrstelle transportieren
  • Maschinen und Geräte auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüfen
  • Bohrarbeiten nach verschiedenen Bohrverfahren durchführen
  • Bohranlageteile (Stahlrohre, Kupplungsteile, Kabelverbindungen etc.) verlegen
  • Maschinen, Gerätschaften und Bohranlagen reinigen und warten
  • Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten durchführen
  • Hochbauunternehmen (Gebäudebau)
  • Tiefbauunternehmen (Straßen-, Brücken-, Tunnelbau usw.)
  • Bergbaubetriebe (z. B. Kohle-, Erz- und Magnesitabbau)
  • Betriebe der Erdöl- und Erdgasgewinnung

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 abteufen Geodäsie Raffinerien Umweltkartografie

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