Fach- und Diplom-Sozialbetreuer*in für Behindertenarbeit (BA)

Andere Bezeichnung(en): Dipl. Sozialbetreuer*in für Behindertenarbeit, HeilpädagogischeR Fachbetreuer*in, Behindertenpädagoge/Behindertenpädagogin

Berufsbeschreibung

Fach- und Diplom-Sozialbetreuer*innen für Behindertenarbeit (BA) arbeiten mit Menschen aller Altersgruppen, die aufgrund geistiger, emotionaler oder körperlicher Beeinträchtigungen auf Unterstützung angewiesen sind. Die Fach- und Diplom-Sozialbetreuer*innen begleiten und unterstützen, fördern und pflegen diese Menschen.
Sie sind in Einrichtungen der Behindertenhilfe tätig und arbeiten eng mit Fach- und Diplom-Sozialbetreuer*innen für Behindertenbegleitung (BB) sowie mit anderen Fachkräften des Gesundheits- und Sozialwesens (z. B. mit Ärzt*innen, Sozialpädagog*innen, Psycholog*innen) zusammen.

Die Heilpädagogik stellt eine Verbindung von medizinischen, pädagogischen, psychologischen und sozialen Methoden und Praktiken dar. Fach- und Diplom-Sozialbetreuer*innen für Behindertenarbeit (BA) wenden diese Methoden in ihrer Arbeit an und werden deshalb mitunter auch als heilpädagogische Fachbetreuer*innen bezeichnet. Sie unterstützen behinderte Menschen bei der Bewältigung des Alltags. Ihre Aufgabe ist es, die Entwicklung behinderter Menschen zu fördern, ihre Selbstständigkeit zu stärken und ihre Einbindung in das gesellschaftliche Leben bestmöglich zu gestalten. Dabei berücksichtigen die Fach- und Diplom-Sozialbetreuer*innen die Art und den Schweregrad der Behinderung. Sie betreuen Menschen mit Behinderungen auch in sogenannten "integrativen Betrieben", um sie auf das berufliche Leben vorzubereiten und in die Gesellschaft zu integrieren, oder auch in Wohngemeinschaften, um das Alltagsleben zu fördern und zu unterstützen.

Je nach Art und Schwere der Behinderungen wenden sie unterschiedliche Übungsbehandlungen und Therapien an (z. B. gestalterisches Arbeiten wie Malen und Zeichnen, Bewegungsübungen, Tanz, Musik).

Die Unterscheidung in Fach-Sozialbetreuer*in und Diplom-Sozialbetreuer*in ergibt sich aus dem Ausbildungsumfang und den damit verbundenen Tätigkeitsumfang.

Vergleiche auch den Beruf:

Fach- und Diplom-Sozialbetreuer*in für Behindertenarbeit (BA) arbeiten mit Alltagsgegenständen (z. B. aus Küche oder Garten), mit Werkzeugen für gemeinsames Werken, mit Lehr- und Lernmaterialien für die allgemeine Bildung und Erziehung und mit den verschiedensten Methoden und Materialien, die für die Behandlung und Alltagsgestaltung verwendet werden können, wie zum Beispiel Malutensilien, Musik und Musikinstrumente, Körperübungen, Rollenspiele oder andere Spiele.

Fach- und Diplom-Sozialbetreuer*in für Behindertenarbeit (BA) arbeiten vor allem in Werkstätten für Behinderte, beschäftigungstherapeutischen Einrichtungen, Tagesheimstätten, Sonderschulen, Sonderkindergärten sowie in Wohngemeinschaften, Horten und Heimen für psychisch kranke oder geistig behinderte Menschen.

Sie arbeiten - je nach Aufgabenbereich - im Team mit ihren Berufskolleg*innen und mit anderen Spezialist*innen im Gesundheits- und Sozialbereich. Dazu zählen Ärzt*innen (siehe Arzt / Ärztin), Psycholog*innen (siehe Psychologe / Psychologin), Ergotherapeut*innen, Sozialpädagog*innen (siehe Sozialpädagoge / Sozialpädagogin) oder Lehrer*innen und Erzieher*innen. Außerdem stehen sie in laufendem Kontakt mit Familienangehörigen und Bezugspersonen wie z. B. Freunde, sowie mit Behörden und Ämtern.

  • vorliegende Probleme und Störungen mithilfe ausgewählter psychodiagnostischer und motodiagnostischer (Analyse des motorischen Entwicklungsstands) Verfahren erkennen und beobachten
  • sich mit den sozialen und persönlichen Problemen der Behinderten befassen
  • die betroffenen Personen und deren Angehörige oder sonstige Bezugspersonen entsprechend der vorliegenden Lebensbedingungen anleiten, beraten und ihnen helfen
  • abgestimmte heilpädagogische Übungsbehandlungen erstellen und durchführen (z. B. mit Hilfe von Spielen, Bewegung oder des künstlerischen Ausdrucks)
  • pflegerische Aktivitäten durchführen
  • Erziehungs- und Förderaufgaben wahrnehmen
  • Einrichtungen der Behindertenhilfe wie z. B. Tagesgruppen, Wohngruppen, Heime und Werkstätten
  • Einrichtungen der Sonderpädagogik wie z. B. Sonderschulen und Sonder- und Integrationskindergärten
  • Rehabilitationskliniken
  • Beratungsstellen
  • Fachkliniken (Kinder- und Jugendpsychiatrie)
  • Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
  • Einrichtungen der Erwachsenenbildung

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Integration Motorik Supervision

Berufsinfo-Videos

Whatchado Video-Interviews