Franchise-Unternehmer*in

Berufsbeschreibung

Franchise-Unternehmer*innen leiten Franchise-Betriebe aller Branchen und Größen. Beispiele für Franchise-Unternehmen sind Gastronomie- und Textilketten wie z. B. McDonalds, Burger King, H&M, New Yorker und dergleichen. Franchise-Unternehmer*innen planen, koordinieren und steuern die Aktivitäten ihres Unternehmens, führen  Marketing- und Werbemaßnahmen durch, legen Zielvorgaben fest, erstellen Bilanzen und Geschäftsberichte, nehmen Mitarbeiter*innen auf und teilen diese ein. Sie arbeiten im Team mit ihren Mitarbeiter*innen und stehen in Kontakt zu Geschäftspartner*innen, Banken, Kund*innen und Lieferant*innen.

Franchise-Unternehmen sind eine Unternehmensform, bei der sich selbständige Unternehmer*innen in eine Unternehmenskette einkaufen. Sie verpflichten sich dabei, ausschließlich die Produkte der Kette zu vertreiben und gewisse Unternehmenslinien und -grundsätze einzuhalten. Einige der Franchise-Ketten verlangen darüber hinaus den Nachweis von einigen Jahren Berufspraxis als Unternehmer*in.

Franchise-Unternehmer*innen leiten ihre Betriebe hauptverantwortlich und sind im Gegensatz zu Manager*innen auch die Eigentümer*innen ihrer Betriebe. Sie sind für die langfristige Planung im Unternehmen zuständig und arbeiten zu diesem Zweck betriebliche Leitlinien und Zielvorgaben aus. Je nach Größe und Branche ihres Betriebes arbeiten sie eigenständig oder im Team mit Manager*innen, Geschäftsführer*innen und Abteilungsleiter*innen. Entsprechend den Vorgaben der Franchise-Kette gestalten sie den Außenauftritt des Unternehmens, z. B. mit entsprechenden Firmenlogos, Werbematerialien und Broschüren. Darüber hinaus führen Franchise-Unternehmer*innen verschiedene  Marketing-, PR- und Werbemaßnahmen durch und erstellen Geschäftsberichte und Bilanzen.

Weitere Informationen siehe Unternehmer*in

Franchise-Unternehmer*innen arbeiten mit Computern, Laptops und betrieblichen Softwareprogrammen. Sie verwenden Drucker,  Scanner und Kopiergeräte sowie Telefone, Mobiltelefone und Videokonferenzsysteme. Bei Verhandlungen und Präsentationen verwenden sie Präsentationssoftware (z. B. PowerPoint), Beamer und Flipcharts. Sie lesen Wirtschaftsberichte, Wirtschaftsdaten und Marktanalysen sowie branchenspezifische Fachjournale und führen Betriebsbücher, Datenbanken, Protokolle usw.

Je nach Art ihres Betriebes arbeiten sie aber auch mit den jeweiligen Produkten, Erzeugnissen, Materialien, Maschinen, Geräten und Werkzeugen oder mit Waren.

Franchise-Unternehmer*innen arbeiten in modern ausgestatteten Büros und Arbeitszimmern, in Besprechungszimmern und Konferenzräumen, sowie in den Geschäftslokalen und Verkaufsräumlichkeiten. Je nach Größe ihres Betriebes arbeiten sie eigenständig oder im Team mit Geschäftsführer*innen und Manager*innen, Abteilungsleiter*innen und Mitarbeiter*innen der verschiedenen betrieblichen Abteilungen (z. B. Sekretariat, Einkauf, Produktion, Lager, Vertrieb), siehe z. B.: Bürokaufmann / Bürokauffrau (Lehrberuf), Büroangestellter / Büroangestellte, Sekretär*in, Buchhalter*in, Produktionsleiter*in, Einkäufer*in, Marketingfachmann / Marketingfachfrau, Werbefachmann / Werbefachfrau.

Sie stehen in engem Kontakt mit Geschäftspartner*innen, Banken, Kundinnen/Kunden und Lieferant*innen, aber auch zu Vertreter*innen von Kammern (z. B. Wirtschafts- und Arbeiterkammer) und Behörden (z. B. Finanzamt) und Sozialversicherungsträgern.

  • Besprechungen mit dem Franchise-Mutterunternehmen führen, Geschäftsverträge abschließen
  • betriebliche und unternehmerische Entscheidungen treffen
  • betriebliche Leitlinien und Zielvorgaben der Franchise-Kette übernehmen
  • Firmenlogo und  Corporate Identity der Franchise-Kette übernehmen
  • Marktanalysen über Kundinnen/Kunden, Zielgruppen und Konkurrenz durchführen
  • Wirtschaftsberichte, Konjunkturdaten und dergleichen studieren
  • betriebliche Prozesse planen, organisieren und leiten
  • Marketingkonzepte, PR- und Werbestrategien planen und umsetzen
  • Verhandlungen mit Geschäftspartner*innen, Kundinnen/Kunden und Lieferant*innen führen
  • Mitarbeiter*innen einstellen und ausbilden
  • Besprechungen und Meetings mit Mitarbeiter*innen abhalten und leiten
  • betriebliche Kennzahlen erheben und auswerten, Jahresabschlüsse und Geschäftsberichte erstellen
  • Kostenrechnungen, Gewinn- und Verlust-Rechnungen durchführen
  • Finanzierungs- und Investitionspläne erarbeiten
  • Betriebsbücher, Akten, Verträge und Dokumente führen
  • selbstständig in Groß-, Mittel- und Kleinbetriebe vor allem der Handel- und Dienstleistungsbranche

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 ABC-Analyse Aktiva Bilanz Break-Even-Point Corporate Identity Innovationsmanagement Qualitätsmanagement Total Quality Management (TQM)

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