Landwirtinnen und Landwirte sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft führen vor allem die Landwirtschaftskammern und die Landarbeiterkammern gemeinsam mit den Ländlichen Fortbildungsinstituten (LFI) Kurse und Lehrgänge für die einzelnen Betriebszweige durch, wie z. B.: Biolandbau, Gesundheit, Ernährung, Recht, Unternehmensführung, Gemüsebau; aber auch zu Themenbereichen wie z. B. IT und Internet, Personalverrechnung, Sicherheitsvertrauenspersonenausbildung, Staplerkurs, Verkaufstraining. Darüber hinaus bieten auch berufsspezifische Verbände relevante Weiterbildungen an.
Die Landwirtschaftskammern in Zusammenarbeit mit den land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstellen bieten Fachfortbildungskurse (diese sind für Lehrlinge, die während der Lehrzeit keine facheinschlägige Berufs- oder Fachschule besuchen, gesetzlich vorgeschrieben) und Vorbereitungskurse für die Lehrabschlussprüfung oder die Meister*innenprüfung sowie verschiedene Meister*innenlehrgänge.
Weiterbildungseinrichtungen wie das Berufsförderungsinstitut (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zahlreiche berufsübergreifende Weiterbildungsmöglichkeiten an, die für landwirtschaftliche Berufe relevant sein können, beispielsweise zu kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Themen (Betriebswirtschaft, Buchhaltung, Personalmanagement), zu touristischen oder technischen Themenbereichen. Siehe beispielsweise die aktuellen Kursbücher des Berufsförderungsinstitutes (BFI) sowie des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI).
Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten weiters facheinschlägige Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an berufsbildenden höheren Schulen (Höhere Land- und Forstwirtschaftliche Lehranstalten) sowie die landwirtschaftliche Meisterprüfung. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht. Auch die Berufsreifeprüfung (insb. Lehre mit Matura) oder eine Studienberechtigungsprüfung ermöglichen den Zugang zum Studium (z.B. Agrartechnik, Ökologie).
Studium ohne Matura:
Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:
Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura): Die Berufsreifeprüfung, die du bereits während deiner Lehrzeit beginnen kannst, ist eine vollwertige Matura, mit der du uneingeschränkten Zugang zum Studium hast.
Studienberechtigungsprüfung: Die Studienberechtigungsprüfung kannst du vor Beginn eines Studiums ablegen. Sie ermöglicht den Zugang zu einem bestimmten Studium.
ohne Matura mit Berufsausbildung und Berufserfahrung: Fachhochschulen bieten außerdem meist die Möglichkeit mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (insb. Lehre oder Berufsbildender Mittlerer Schule (BMS)) und mehrjähriger Berufserfahrung auch ohne Matura ein facheinschlägiges (d. h. mit der Berufsausbildung fachlich verwandtes) Bachelorstudien zu beginnen. Meist müssen dazu einzelne Zusatzprüfungen absolviert werden.
Wichtige Weiterbildungsthemen für Landwirt*innen sind beispielsweise:
gesetzliche Vorschriften, nationales und internationales Förderwesen
Digital Farming - Digitalisierung und Automatisierung in der Landwirtschaft
Fahrerassistenzsysteme (FAS) in Land- und Baumaschinen
Maschinendatenerfassung (MDE)
Drohnentechnik
Farm-Management-Systeme
Betriebswirtschaft, Verwaltung, Hauswirtschaft
Lagerwirtschaft, Lagerlogistik
Verkauf und Vertrieb, Direktvertrieb (Ab Hof Verkauf)
Werbung, Marketing, Direktmarketing
Nutzung und Bedienung digitaler Tools und Anwendungen
Datensicherheit, Datenschutz
Methodenkompetenzen
Arbeitsvorbereitung, Planung, Koordination
Arbeits- und Betriebssicherheit
Unfallverhütung, Erste Hilfe
Hygiene und Sauberkeit
Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle
Zeitmanagement, Terminkoordination
Team- und Mitarbeiter*innenführung
Sozialkompetenzen
Kommunikationsfähigkeit
Kund*innen / Serviceorientierung
Teamfähigkeit
Nach mehrjähriger beruflicher Erfahrung und Zusatzqualifikationen können Landwirt*innen zu Betriebsleiter*innen aufsteigen und führen als ihren eigenen Betrieb und je nach Betriebsgröße auch Mitarbeiter*innen. Auch die Qualifikation zum*zur Landwirtschaftlichen Meister*in stellt eine wichtige berufliche Weiterentwicklung dar.
Neben der Möglichkeit der selbstständigen Betriebsführung ist in diesem Beruf auch eine Weiterentwicklung und Karriere durch fachliche Spezialisierung beispielsweise auf bestimmte landwirtschaftliche Produkte und/oder Anbauverfahren (wie z.B. alte, seltene Obst- und Getreidesorten, Bioprodukte) und damit eine Fachkarriere und Entwicklung in eine Expert*innenrolle möglich.
Die selbstständige Berufsausübung ist als Landwirt*in im Rahmen eines eigenen landwirtschaftlichen Betriebes oder im Rahmen verschiedener landwirtschaftlicher Nebengewerbe möglich - siehe auch Menüpunkt Selbstständigkeit.
Zulassungsbedingungen zur Facharbeiter*innenprüfung sind:
Vollendetes 20. Lebensjahr
Mind. dreijährige einschlägige Praxis in der Berufssparte. (In manchen Bundesländern wird auch eine nebenberuflich ausgeübte praktische Tätigkeit in der Land- und Forstwirtschaft im Umfang von 3 (TIROL) bzw. 6 (STMK) Jahren akzeptiert.)
Erfolgreicher Besuch des Vorbereitungslehrganges
Hinweis: Der Vorbereitungskurs kann auch besucht werden, wenn die Berufspraxis noch nicht vollständig vorhanden ist.
Abschluss: Teilnahmebestätigung
Berechtigungen:
Erfolgreicher Besuch des Vorbereitungslehrganges berechtigt zur Zulassung zur Facharbeiter*innenprüfung
Info:
Vorbereitung auf den Antritt zur außerordentlichen Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf Landwirtschaft (2. Bildungsweg).
Dauer: Die Dauer der Vorbereitungslehrgänge variiert je nach Bundesland, beträgt aber mindestens 200 Stunden.
Die Naturschutzfachkraft ist überall dort, wo Technik die Natur berührt. Die Lehrinhalte reichen daher von Amphibienleitanlagen und Vogelschlagsicherung über naturschutzfachliche Optimierung von Betriebsgeländen und Bauabläufen bis hin zur Anlage und Gestaltung von Revieren, Habitaten und Nistgelegenheiten.
Reifeprüfung, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung oder
Abschluss:
Bachelor of Science in Engineering (BSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudiengängen
Info:
am Standort der Höheren Bundeslehranstalt für Landwirtschaft/Campus Francisco Josephinum Wieselburg
Kosten: EUR 363,36 pro Semester + ÖH-Beitrag
Im Studium werden die Grundlagen der landwirtschaftlichen Produktion (Pflanzenbau, Nutztierhaltung, Landmaschinentechnik) vermittelt und die technischen Schlüsselkompetenzen (Informatik & Mechatronik) vermittelt. Die Ausbildung im Bereich Agrartechnik (Precision Farming, Logistik, Ökolandbau) wird durch Betriebswirtschaft, Management & Unternehmensführung ergänzt. (Quelle: FH Wiener Neustadt)
Schwerpunkte: In Kooperation mit Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt Francisco Josephinum.
Höhere Bundes-Lehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft, Landtechnik und Lebensmittel- und Biotechnologie Wieselburg Schloss Weinzierl 1 3250 Wieselburg
facheinschlägiges Bachelor- oder Diplomstudium im Umfeld wirtschaftlich/technischer Inhalte sowie ein definiertes Mindestmaß an agrarwirtschaftlicher Vorbildung
Abschluss: Master of Arts in Business (MA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Info:
Digitalisierung, technologische Entwicklungen, Marktveränderungen und herausfordernde globale und klimatische Trends unterstreichen einen anhaltenden Wandel in der Agrarproduktion und der gesamten Agrarwirtschaft. Moderne landwirtschaftliche Betriebe entwickeln sich sowohl mit steigenden Betriebsgrößen, als auch durch neue strategische Ausrichtungen und Spezialisierungen (z. B. Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte, Sonderkulturanbau, Dienstleistungen etc.) in Richtung Gewerbebetriebe, Dienstleistungs- und Handelsunternehmen. Management und Leadership-Fähigkeiten sind hier gleichermaßen gefragt, wie die ständige Bereitschaft und die dazugehörigen Fähigkeiten, Trends zu erkennen, Digitalisierung zu verstehen, Produktinnovationen zu entwickeln, digital unterstützte Vermarktung anzuwenden und all dies diese gesamtbetrieblich – auch selbstständig als Entrepreneure – umzusetzen. (Quelle: FH OÖ)
Lehrinhalte, u. a.:
Agricultural Supply Chains and Globalized Markets
Innovation, Digitale Geschäftsmodelle und Entrepreneurship
Innovative Zukunftstechnologien, Anwendungen und Green Deal
Praxisprojekt Agrarmanagement und -innovationen
Produktinnovationen, -management und Multichannel-Handel
Regional-, Projekt- und Qualitätsmanagement
E-Commerce und Customer Experience
Kommunikation, Sales und Public Relations
Konzepte, Methoden und Anwendungen im Digitalen Marketing
Finanzmanagement, Investitionen, Controlling und Business Planning
Rechtliche Rahmenbedingungen im Agrarwesen
Strategische Unternehmensentwicklung und Change Management
International Agricultural Fieldtrip
Methodenkompetenz im Consulting und Versuchswesen
Wahlmodul I: Agrarwesen oder Digital Business/Digital Marketing
Wahlmodul II: Landwirtschaft 4.0 oder Agrarpädagogik in der Erwachsenenbildung oder Digital Business/Digital Marketing
facheinschlägiger Studienabschluss Universität/FH bzw. nachweisliche Fachkompetenz und Berufserfahrung gem. Curriculum (Details siehe Weblink unter Weitere Infos).
Abschluss: Zertifikat
Info:
Der Lehrgang widmet sich dem Konzept des "Smart Farming". Dieses umfasst Werkzeuge und digitale Anwendungen aus den Bereichen GIS, Fernerkundung, Landtechnik und Variabler Ausbringungstechnologie. Im Rahmen von Vorlesungen und praktischen Demonstrationen werden Prozesse der Präzisionslandwirtschaft untersucht, mit Augenmerk auf Sammlung und Analyse von Daten und hierfür verwendete Anwendungen. Der Kurs vermittelt spezialisiertes Wissen für die Integration hochentwickelter Technologien im Ackerbau, angepasst an jeweils spezifische Umweltbedingungen und Managementpraktiken.
Auf der Grundlage moderner Lehr- und Lernmethoden möchte der Kurs gezielt Teilnehmer*innen ansprechen, die sich bereits mit digitaler Technik in der Landwirtschaft auseinandersetzen oder vorhaben dies zu tun.
Absolvent*innen des Kurses erwerben umfassende Kenntnisse zur Anwendung geografischer Informationssysteme und innovativer Landtechnik. Damit erweitert sich das Spektrum an Karriereperspektiven und beruflichen Möglichkeiten in Richtung
landwirtschaftliche Hightech-Sektoren
Technik-/Technologieberatung
regierungsamtliche und internationale Behörden Agrarwissenschaften
landwirtschaftliche Betriebsführung
Agrartechnik
Ihre Qualifikation wird sich positiv auf die berufliche Entwicklung im derzeitigen Umfeld auswirken und Ihnen neue Tätigkeitsfelder erschließen.
Kontakt:
Universität für Bodenkultur Wien
Institut für Landtechnik
Peter-Jordan-Straße 82, 1190 Wien
T. +43 (0)1 47654 - 93100
Kontakt: https://smartcrop.boku.ac.at/contact/
Erfahrungen im landwirtschaftlichen Bereich bzw. Erfahrungen im Umgang mit Rindern
Landwirtschaftliches Facharbeiterniveau oder höherwertige Ausbildung
Abschluss:
Zertifikat
Info:
Zielgruppe:
Landwirte sowie andere Personen aus diesem Umfeld, die im Bereich der Klauenpflege ein neues Arbeitsfeld sehen.
Inhalte:
Zukünftige Klauenpfleger/Innen müssen nicht nur das fachliche Wissen und die fachliche Praxis der funktionellen Klauenpflege beherrschen, sondern sie müssen sich bewusst wer-den, dass sie als moderne Dienstleister in der Landwirtschaft tätig sind. Neben der rein fachlichen Qualifikation sind daher auch ein professionelles Auftreten dem Kunden gegenüber, eine professionelle Kundenbetreuung inklusive Beratung, die Dokumen-tation und Interpretation der erhobenen Befunde und eine fruchtbare Kooperation mit den lokalen Tierärzten unbedingt notwendig.
Veterinärmedizinische Universität Wien Veterinärplatz 1 1210 Wien
Der zweijährige, berufsbegleitende Universitätslehrgang vermittelt grundlegende Kompetenzen und vertieftes Wissen über die Verwaltung und Dokumentation, das Nutzen und Bewirtschaften, das Beurteilen und Bewerten sowie das Entwickeln von Liegenschaften im ländlichen Raum.
Die Absolvent*innen verfügen über die Fähigkeit facheinschlägige Fragestellungen auf Grundlage einer ingenieur-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fachkompetenz zu lösen und sind damit in folgenden Bereichen tätig:
Unternehmen mit großem Liegenschaftsbesitz (z.B. Landwirtschafts- und Forstbetriebe)
Immobilien-Agenturen, Banken und Versicherungen
Infrastrukturunternehmen (Straße, Bahn, Energie)
Führungsfunktionen bei internationalen Landreform-Projekten
Einrichtung von Landadministrationssystemen, Neuordnung von Grundbesitz, Veränderung von Bewirtschaftungsformen von Grund und Boden
Aufbau von räumlicher Dateninfrastruktur
Kontakt:
Universität für Bodenkultur Wien
Institut für Geomatik
Peter-Jordan-Straße 82, 1190 Wien
T. +43 664 88586436 (Katja Hofer - Lehrgangs-Management)
Kontakt: https://short.boku.ac.at/ulg-llm-kontaktform
Abschluss naturwissenschaftliches/äquivalentes Studium Universität/FH bzw. nachweisliche Fachkompetenz und Berufserfahrung gem. Curriculum (Details siehe Weblink unter Weitere Infos).
Abschluss:
Zertifikat
Info:
Bildung, Vorkommen und Toxizität von Mycotoxinen, ihre Bestimmung in Lebens- und Futtermitteln sowie die durch diese verursachten wirtschaftlichen Schäden sind die Kerninhalte des "Mycotoxin Summer Academy" Universitätslehrgangs. Darüber hinaus spielen Genetik und Taxonomie toxigener Pilze wie auch ihre Bestimmung (z.B. in Lebensmitteln oder Innenräumen, einschließlich molekularbiologischer Methoden) eine zentrale Rolle in diesem Lehrgang. Er liefert damit kompetente Antworten auf die Problematiken der Lebensmittelsicherheit mit Blick auf diese Schadstoffe und bietet Analysemethoden und Präventionsmöglichkeiten auf neuestem Stand.
MSA Absolvent*innen erwerben hochspezialisierte theoretische und praktische Kenntnisse für Analyse und Bewertung unterschiedlicher Problemstellungen im Bezug auf die Beeinträchtigung der Lebensmittelsicherheit durch Mycotoxine. Sie sind in der Lage diese Kenntnisse in nationalem und internationalem Umfeld zu kommunizieren und mit den neuesten Forschungsergebnissen im Feld der Lebensmittelsicherheit zu verknüpfen. Darüber hinaus haben Absolvent*innen die Fähigkeit ihre Kenntnisse anzuwenden um ihre eigenen Ideen zu entwickeln und umzusetzen, und haben ein kritisches Bewusstsein für adäquate Problembehandlungen entwickelt.
Absolvent*innen sind durch die Integration von Wissen aus verschiedenen interdisziplinären Feldern in der Lage solide, forschungsbasierte Diagnosen für durch Mycotoxine verursachte Probleme zu entwickeln. Ebenso können sie aufgrund ihrer Interdisziplinarität neue Kompetenzen entwickeln, anwenden und vermitteln im Angesicht neuer Erkenntnisse und Techniken. Sie können die Risiken der Mycotoxinentstehung und -verbreitung berwreten und analysieren.
MSA AbsolventInnen sind dafür ausgebildet ebenso unabhängig wie in kleinen Forschungs- und Analyseteams zu arbeiten.
Sie sind in der Lage neueste Forschungsergebnisse, Methoden und grundlegende Prinzipien im Bereich der Mycotoxine Fachpublikum ebenso wie Laien zu vermitteln. Fragen zur Lebensmittelsicherheit können sie auf wissenschaftlicher wie sozialer Ebene begegnen und sie sind bereit für komplexe Arbeitsfelder neue Herangehensweisen zu entwickeln.
Kontakt:
Universität für Bodenkultur Wien
Institut für Bioanalytik und Agro-Metabolomics
Konrad-Lorenz-Straße 20, 3430 Tulln an der Donau
E: myco-summer@boku.ac.at
Im Zentrum der Ausbildung steht die Wildnisapotheke, deren Zutaten aus Wald, Wiese und Speisekammer bestehen. Gemeinsam werden in intensiven Praxisübungen alte und moderne Varianten von natürlichen Hausmitteln und Rezepten erprobt. Die TeilnehmerInnen hinterfragen gezielt ihre Wirkungsweisen und recherchieren ihre Hintergründe für den täglichen Hausgebrauch. Sie lernen die Zusammenhänge zu beobachten, Reifezeiten an Ansätzen abzulesen, Mengenangaben an die Situation anzupassen und erfahren welches Hausmittel gegen welches Wehwechen hilft und warum die verwendeten Kräuter das können.
Inhalte - Module:
Grundlagen der Botanik und die Natur im Frühling
Pflanzeninhaltsstoffe und pädagogische Grundlagen
Wildnisapotheke, Pflanzennamen, aus der Natur lesen
Je nach WIFI: keine besonderen Vorkenntnisse bzw. abgeschlossene Berufsausbildung oder
mindestens 3 Jahre Berufserfahrung
Abschluss:
Zeugnis, Diplom
Info:
Kosten: EUR 2.300,00 - EUR 2.890,00
Das WIFI-Oberösterreich bietet für FleischermeisterInnen, KüchenmeisterInnen und leitende Personen in Produktion und Verkauf
ein weiteres Qualifizierungsmodul zum/zur „Meister-Fleischsommelier/ière und Sommelier/ière Fleisch- und Wurstspezialitäten“.
Inhalte:
Die Ausbildung ist in 3 Module aufgebaut:
Modul 1 - Basis: Kulturgeschichte - Definition von Fleisch/Fleischprodukten im Überblick - Landwirtschaft in Österreich und Nutztierhaltung - Nutztierhaltung international - Fleischmarkt, Fleischkonsum weltweit - Tiergesundheit, Ethik in der Tierhaltung - Gesetzliche Vorschriften im Überblick - Qualitätsmanagement, Qualitätssicherungssysteme - Sensorik - Praxistag Landwirtschaft und Schlacht- und Zerlegebetriebe
Modul 2 - Fleischproduktion - und Erzeugnisse: Teilstückkunde in Theorie und Praxis - Produktion der Fleischerzeugnisse in Theorie und Praxis - Internationale Spezialitäten - Plattenlegen und Produktpräsentation - Verkaufsschulung - Fleisch in der Ernährung - Grillen
Modul 3 - Kulinarik: Fleisch in der Küche - Fleischgerichte national und international - Konsumverhalten, Marktforschung, Trends
Der Lehrgang und die Absolvierung eines Erste-Hilfe-Kurses berechtigt, bei Vorliegen der übrigen gesetzlichen Voraussetzungen, zur Erteilung einer Giftbezugsbewilligung gemäß § 14 Abs 1 Chemikaliengesetztes 1996.
Info:
Zielgruppe: Giftbeauftragte in Betrieben, Landwirte sowie Personen, die für die betriebliche Umsetzung der REACH-Verordnung zuständig sind
Kosten: EUR 690,00 - EUR 1.100,00
Inhalte:
Der Kurs beinhaltet die laut Anhang 4 der Giftverordnung 2000 erforderlichen Kenntnisse:
Einführung Umgang mit Gefahrenstoffen
Grundlagen der Chemie
Physik und Toxikologie
Anwenderschutz
Informationsquellen für den Umgang mit gefährlichen Stoffen
Gesetze und Vorschriften
Diskussion anhand von Fallbeispielen aus der Praxis
Laborübungen
schriftliche Prüfung gem. Giftverordnung 2000 i. d. g. F.
abgeschlossene Ausbildung und betriebliche Erfahrung
Abschluss:
Zeugnis „Lehrgang Betriebswirtschaft“
Info:
Mit dem WIFI-Lehrgang Betriebswirtschaft (BWL) gewinnen die AbsolventInnen ein fundiertes kaufmännisches Verständnis und stärken so ihre Positionen im Unternehmen.
Zielgruppen:
Personen, die als gewerbliche Fach- und Führungskräfte tätig sind
Personen, die als TechnikerInnen, MonteurInnen, Serviceleute und als technisches Verkaufspersonal arbeiten
Fachpersonal, das aus der Landwirtschaft bzw. Bodenkultur stammt
AbgängerInnen von allgemein bildenden Schulen
NaturwissenschaftlerInnen, JuristInnen, SprachlehrerInnen, PädagogInnen, FreiberuflerInnen u. a.
Personen, die als EDV-Fachkräfte tätig sind
Personen, die über keine oder nur sehr geringe betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügen
Die Zulassungsbedingungen zur Meister*innenprüfung sind:
Vollendung des 20. Lebensjahres, mindestens dreijährige Verwendung als Facharbeiter*in, und Besuch eines Vorbereitungslehrganges
oder
Vollendung des 24. Lebensjahres, mindestens dreijährige Führung eins land- und forstwirtschaftlichen Betriebes, und Besuch eines Vorbereitungslehrganges
oder
mindestens siebenjährige Praxis im betreffenden Ausbildungsgebiet und Besuch eines Vorbereitungslehrganges
Nachsichtsregelung: Betriebsleiter*innen und Praktiker*innen können die Meister*innenprüfung ohne Facharbeiter*innenausbildung, aber mit entsprechender Praxis in der jeweiligen Sparte und erfolgreicher Absolvierung des Vorbereitungslehrganges abgelegen)
Abschluss:
Meister*in Landwirtschaft
Berechtigungen:
Personen, die die Meister*Innenprüfung Landwirtschaft erfolgreich abgelegt haben, haben folgende Berechtigungen:
die Berechtigung, sich als "Meister*in" zu bezeichnen
zur Ausbildung von Lehrlingen
zum Ersatz der gewerblichen Unternehmer*innenprüfung und des Fachbereichs bei der Berufsreifeprüfung
zum Bezug des Meister*innenlohns bei unselbständiger Tätigkeit
zum Bezug von meisterspezifischen Förderungen des landwirtschaftlichen Förderwesens (z. B. Bezug des Meisterbonus bei der Existenzgründungsbeihilfe)
Info:
Dauer
Das Ausbildungsprogramm wird in Form einer zweijährigen oder dreijährigen Ausbildung angeboten. In diesen Zeiträumen haben die Ausbildungsteilnehmer*innen ca. 450 Unterrichtseinheiten zu absolvieren.
Die Teilprüfungen werden in Form von schriftlichen Prüfungen á 50-60 Minuten oder in Form von mündlichen Prüfungen á 10- 20 Minuten pro Prüfungskandidat*in abgehalten. Die schriftliche Meister*innenprüfung ist eine 5-stündige Klausur. Die Präsentation der Meister*innenarbeit mit anschließendem Prüfungsgespräch dauert zwischen 25 und 40 Minuten. Das Prüfungsfachgespräch zum Ausbildungsschwerpunkt dauert zwischen 20 und 30 Minuten.
Voraussetzung für den Antritt zur Meister*innenprüfung:
Mindestalter 18 Jahre bei Lehrgangseinstieg; mindestens 20 Jahre bei Abschlussprüfung
3-jährige Tätigkeit als Facharbeiter*in (Die drei Praxisjahre können zeitgleich mit dem Vorbereitungslehrgang absolviert werden.) + min. 15 Bienenstöcke
Grundlagenwissen auf Facharbeiter*innenstufe
Abschluss: Teilnahmebestätigung
Berechtigungen:
Erfolgreicher Besuch des Vorbereitungslehrganges berechtigt zur Zulassung zur Meister*innenprüfung
Info:
Vorbereitung auf den Antritt zur Meister*innenprüfung im Beruf Landwirtschaft.
Dauer und Organisation: je nach Anbieter und Bundesland ist die Ausbildungsdauer und Organisation unterschiedlich; zwischen 250 LE in Tagesform und 500 LE über 2 bis 3 Ausbildungswinter
Kosten: abhängig vom Anbieter
Inhalte - Überblick:
Grundlagen der Betriebs- und Unternehmensführung
Ausbilderlehrgang
Recht & Agrarpolitik
Fachmodul Betriebsführung
Fachmodul Pflanzen
Fachmodul Tiere
Im Rahmen der Ausbildung ist eine Meister*innenarbeit zu erstellen. Dabei soll das theoretisch erlernte Wissen selbständig auf praxisbezogene Fragestellungen angewandt werden.