Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege sind verpflichtet, sich über den jeweiligen Stand der fachlichen und wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen zu informieren und danach zu handeln. Daher sind 40 Fortbildungsstunden innerhalb von 5 Jahren nachzuweisen. Die Krankenhäuser und Pflegeheime bieten vorwiegend betriebliche, aber auch berufliche Fortbildungen an.
Fachhochschulen und Akademien für Fortbildungen und Sonderausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege führen Sonderausbildungen, Weiterbildungen und Fortbildungen gemäß der Richtlinien des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (GuKG) sowie Lehrgänge für lehrende und leitende Pflegepersonen durch.
Weiterbildungen für leitende Pflegepersonen umfassen beispielsweise: onkologische Pflege, kardiologische Pflege, Pflege psychisch auffälliger Kinder und Jugendlicher, geriatrische Pflege, oder Praxisanleitung
Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) sowie Universitäts- und Fachhochschullehrgänge bieten eine gute Möglichkeit sich in relevanten Bereichen weiterzubilden und höher zu qualifizieren. In Lehrgängen, Kursen und Seminaren werden beispielsweise die Pflegeleitung in Betreuungseinrichtungen, Leitungsfunktionen in der ambulanten Pflege und die Existenzgründung in der Alten- und Krankenpflege und Pflegeberatung oder Sterbehilfe vermittelt.
Außerdem ist für Lehrer*innen für Gesundheits- und Krankenpflege die laufende Lektüre von Fachzeitschriften, der Besuch von facheinschlägigen Seminaren, die Vernetzung bei Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an Expert*innennetzwerken eine wichtige Möglichkeit, um sich auf dem neuesten Stand zu halten.
Weiterbildungsbereiche für Lehrer*innen für Gesundheits- und Krankenpflege sind beispielsweise:
Fachkompetenzen
Pädagogik, Didaktik
digitale Tools und Anwendungen im Unterricht
E-Learning, Lernplattformen
Kinderintensivpflege
Anästhesiepflege
Pflege bei Nierenersatztherapie
Pflege im Operationsbereich
Krankenhaushygiene
Führungsaufgaben
Pharmakologie
Paliativ und Hospiz
Demenz und altersbedingte Erkrankungen
Beratung und Coaching
Datensicherheit, Datenschutz
Methodenkompetenzen
Informationsrecherche, Wissensmanagement
Kreativitätstechniken
Organisationsfähigkeit
Problemlösungsfähigkeit
Mediation und Konfliktmanagement
Gesprächsführung, Rhetorik
medizinische Dokumentation
elektronisches Datenmanagement (EDM)
Zeitmanagement
Sozialkompetenzen
interkulturelle Kompetenzen
Kommunikationsfähigkeit
Teamfähigkeit
Nach mehrjähriger beruflicher Erfahrung können Lehrer*innen für Gesundheits- und Krankenpflege zu Team-, Stations- oder Bereichsleiter*innen aufsteigen und führen als solche Mitarbeiter*innen und Teams.
Neben einem hierarchischen Aufstieg in der Organisation ist in diesem Beruf auch eine Weiterentwicklung und Karriere durch inhaltliche und fachliche Spezialisierung und Entwicklung in eine Expert*innenrolle möglich, beispielsweise in bestimmten Pflegebereichen.
Die selbstständige Berufsausübung ist in diesem Beruf beispielsweise im Rahmen von freiberuflichen Tätigkeiten in der allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflege möglich.
Berechtigungen: Weiterbildung gemäß § 64 Gesundheits- und Krankenpflegegesetz
Info:
Die Studierenden erwerben Kompetenzen zur Ausübung von Aufgaben der praktischen Anleitung von Auszubildenden in Gesundheitsberufen sowie didaktisch-methodische und wissenschaftliche Kompetenzen.
Zielgruppe: Der Lehrgang Praxisanleitung richtet sich an diplomierte Pflegepersonen und Angehörige anderer Gesundheitsberufe, die sich für die Praxisanleitung von Lernenden im Gesundheitsbereich qualifizieren möchten.
Kosten: EUR 3.250,00 + EUR 24,70 ÖH-Beitrag pro Semester
Simulation gewinnt in Aus-, Fort- und Weiterbildung unterschiedlicher Disziplinen des Health Care Sektors zunehmend an Bedeutung. In geschützten und sicheren Lernumgebungen werden dabei reale und potenzielle Situationen trainiert. Das interprofessionelle Masterprogramm Simulation in Health Care (I-SIM) vermittelt in einem Simulationszentrum vertiefte didaktische, technologische und wissenschaftliche Kompetenzen für Lehre, Praxis, Forschung und Entwicklung. In Kooperation mit dem InPASS Institut erwerben Absolvent*innen zusätzlich zum Masterabschluss ein Zertifikat als CRM Simulationsinstruktor*in. (Quelle: Hochschule Campus Wien)
Voraussetzungen
ein abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium mit mindestens 180 ECTS-Anrechnungspunkten oder
der Abschluss eines gleich- oder höherwertigen Studiums an einer inländischen oder ausländischen postsekundären bzw. tertiären Bildungseinrichtung im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege, eines MTD-G erfassten Berufs und Hebammen, der Human-/Zahn- und Veterinärmedizin, sowie technischen Studiengängen oder
Abschluss eines anderen fachfremden Studiums (z. B. Bachelor, Diplom, Master) an einer inländischen oder ausländischen postsekundären bzw. tertiären Bildungseinrichtung (mindestens 180 ECTS) und einem Nachweis einer (geplanten) Berufstätigkeit im Health Care Sektor, (geplanter) Arbeit in einem Simulationszentrum oder (geplanten) Arbeit im Kontext der Forschung und Entwicklung von Simulation im Health Care Sektor
und zusätzlich
eine mind. 2-jährige facheinschlägige Berufserfahrung.
Zielgruppe
Das Programm richtet sich an Expert*innen unterschiedlicher Fachrichtungen, die Simulation im Health Care Sektor aus ihrer jeweiligen fachlichen Perspektive weiterentwickeln, beforschen oder praktisch umsetzen möchten.
Kosten EUR 14.000,00 + ÖH-Beitrag
Abschluss
Master of Science (Continuing Education) MSc (CE)
Berechtigungen
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD Studien
Beschreibung
Inhalte - Übersicht:
Module Grundlegende Haltung in der Simulation
Modul Lerntheoretische Grundlagen von simulationsbasiertem Lernen
Modul Simulationsarten und deren Verwendungszweck
Modul Technik für Simulation 1: Technische Systeme und Infrastruktur in der Simulation
Modul Kernkonzepte der Interprofessionellen Ausbildung und Zusammenarbeit
Modul Kommunikation, Human Factors und Patient*innen-/Klient*innensicherheit
Modul Methoden des Prebriefings, Briefings und Debriefings (2. und 3. Semester)
Modul Szenarienentwicklung
Modul Ethik in Simulation
Modul Technik für Simulation 2: AI/VR/VSIM (3. und 4. Semester)
Modul Forschungskompetenz (3. und 4. Semester)
Modul Abschlussarbeit und Begleitseminar
Zusatzinfo
*Vorbehaltlich der Genehmigung durch die AQ Austria
Dauer: 7 Monate (160 Stunden Theorie und 80 Stunden Praxis)
Form: Berufsbegleitend
Kurzbeschreibung
Die Pflegeausbildung ist als duale Ausbildung konzipiert, deshalb hat sie in der Praxis einen großen Stellenwert. Die Praktikumsstellen tragen Mitverantwortung für die Ausbildung der Lernenden in allen Gesundheitsberufen. Im Speziellen wurde in der GuK-Novelle 2016 und der damit in Kraft tretenden Ausbildungsverordnung zur PA und PFA die Verantwortlichkeit erhöht.
Das Weiterbildungskonzept stellt dar, wie diese Verantwortung vermehrt wahrgenommen werden kann und wie neue didaktische Zugänge in der Praxis angewendet werden können. Praxisanleiter*innen sind in der Lage, Lernende in ihrem Berufsfeld anzuleiten und zu begleiten. Sie können Lernsituationen erwachsenengerecht planen, durchführen und auswerten und helfen Auszubildenden, ihr Wissen aus der Theorie in die Praxis umzusetzen. (Quelle: EMG)
Voraussetzungen
Diplom für Gesundheits- und Krankenpflege
Diplom der Pflegeassistenz bzw. Pflegefachassistenz
Fach- oder Diplomsozialbetreuung Altenarbeit bzw. Behindertenarbeit
Vorzugsweise Berufserfahrung von mind. 2 Jahren
Über die genauen Aufnahmekriterien und Anmeldefristen informiert der jeweilige Ausbildungsanbieter.
Zielgruppe
Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege
Pflegefachassistenz
Pflegeassistenz
Fach-Sozialbetreuung „Altenarbeit" bzw. „Behindertenarbeit"
Diplom-Sozialbetreuung „Altenarbeit" bzw. „Behindertenarbeit"
Kosten abhängig vom Ausbildungsanbieter
Abschluss
Kommissionelle Abschlussprüfung mit Zusatzbezeichnung Praxisanleitung
Abschlussbezeichnung variiert je nach Beruf
Beschreibung
Ausbildungsinhalte, z. B.:
Pädagogische und didaktische Grundlagen
Arbeiten mit dem Kompetenzkatalog und Feedback
Verknüpfung Theorie-Praxis – Der 3. Lernort
Praktische Umsetzung des Theorie-Praxis Transfers
Berufspolitisch und rechtlich relevante Themen im Rahmen der unterschiedlichen Gesundheitsberufe-Ausbildungen
Kommunikation und Interaktion
Wissensmanagement - Vertiefung der Lerninhalte inkl. Mentoring Abschlussarbeit