Stoffdrucker*in

English: Textile printer

Berufsbeschreibung

In den Lehrberuf Stoffdrucker*in kann seit 31. Mai 2013 nicht mehr eingetreten werden. Der Lehrberuf wurde durch den Lehrberuf Textilchemie ersetzt.

Sie bringen Farbe in die Modewelt: Stoffdrucker*innen bedrucken in verschiedenen Textildruckverfahren alle Arten von Textilien. Sie mischen die benötigten Druckfarben, stellen Textildruckmaschinen ein und überwachen den Druckvorgang. Stoffdrucker*innen bedrucken Kleider-, Hemden-, Trachtenstoffe, Stoffe für Heimtextilien usw.

In der industriellen Fertigung sind die Stoffdrucker*innen entweder als Farbköch*innen oder als Maschinenführer*innen tätig. Farbköch*innen stellen nach vorgegebenen  Rezepturen die Farben zusammen, Maschinenführer*innen programmieren, bedienen und warten die Stoffdruckmaschinen. Stoffdrucker*innen arbeiten mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften der Produktion zusammen.

Die Ausbildung zum/zur Stoffdrucker*in erfolgt im Lehrberuf Textilchemie.
siehe Textilchemie (Lehrberuf)

Der Textildruck ist ein Verfahren zur mehrfarbigen Musterung von Stoffen. Dabei werden Textildruckfarben in speziellen Stoffdruckmaschinen auf eine Stoffbahn übertragen. In den Maschinen befindet sich eine  Druckform, welche die Textildruckfarbe an bestimmten Stellen aufnimmt, speichert und während des Druckvorganges an den Stoff abgibt. In Österreich werden grundsätzlich zwei Textildruckverfahren angewendet: der Filmdruck und der Rouleauxdruck (Walzendruck). Das wichtigere Druckverfahren ist der Filmdruck, bei dem die Stoffdrucker*innen die Druckfarbe mit Flach- oder Rotationsschablonen auf die Stoffbahn übertragen.

Stoffdrucker*innen arbeiten entweder als Farbköch*innen oder als Maschinenführer*innen. Als Farbköch*innen stellen sie die für den Druck benötigten Druckfarben und Farbpasten nach genau vorgegebenen  Rezepturen her. Als Grundlage für die Stoffdruckfarbe verwenden sie eine Verdickungspaste, die sie durch Beigabe flüssiger oder staubförmiger Farbpigmente einfärben.

Maschinenführer*innen sind für den gesamten Druckablauf verantwortlich und meist auf eine bestimmte Druckmaschine spezialisiert. Stoffdrucker*innen, die an Rotationsfilmdruckmaschinen (Filmdruck mit Rotationsschablonen) arbeiten, programmieren, bedienen und warten diese Maschinen. Sie sorgen für die richtige Farbzufuhr und die richtige Farbabmischung. Rotationsstoffdrucker*innen achten auf die genaue Einstellung der Rakel hinsichtlich Druck und Winkeleinstellung zum zu bedruckenden Material: Die Rakel rollt während des Druckvorganges in der sich drehenden Rotationsschablone und drückt dadurch die Druckfarbe aus dem Inneren der Schablone durch die Musteröffnungen auf die Stoffbahn. Nach dem Drucken säubern Stoffdrucker*innen Farbbehälter, Schablonen und Rakel und bereiten sie für den nächsten Druckvorgang vor.

Stoffdrucker*innen arbeiten an computergesteuerten Druckmaschinen und -anlagen. Um die Anlagen fachgerecht bedienen und warten zu können, lesen sie schriftlichen Unterlagen (Handbücher). Stoffdrucker*innen bedrucken verschiedene textile Materialien und verwenden zum Herstellen der Druckfarben Farbpasten, -pigmente und  Lösungsmittel.

Stoffdrucker*innen arbeiten in Fertigungshallen in Betrieben der Textilindustrie (Textildruckerei). Sie arbeiten mit anderen Stoffdrucker*innen, Vorarbeiter*innen oder Meister*innen der Werkstatt- oder Betriebsleitung zusammen.

  • Flach- und Rotationsschablonen in der Druckmaschine montieren
  • die Maschinenfunktionen programmieren bzw. einstellen
  • einen Probelauf durchführen
  • die Maschineneinstellung anhand des Probedruckes kontrollieren
  • soweit erforderlich Korrekturen vornehmen
  • die Druckmaschine in Betrieb nehmen
  • den Druckvorgang überwachen und kontrollieren
  • auftretende Maschinenstörungen beheben
  • die Druckmaschine reinigen, Wartungs- und Reparaturarbeiten durchführen
  • Mittel- und Großbetriebe der Textilindustrie
  • Textildruckereien