Rohrleitungsmonteur*in

Berufsbeschreibung

Die Ausbildung zum/zur Rohrleitungsmonteur*in erfolgt im Modullehrberuf Metalltechnik. >>siehe Metalltechnik (Modullehrberuf)

Rohrleitungsmonteur*innen montieren Rohrleitungssysteme wie z. B. Hochdruckrohrleitungen für Erdöl, Erdgas,  Fernwärme oder Wasseraufbereitungs-, Klär- und Abgasfilteranlagen. Sie bauen Transport-, Förder- und Kühleinrichtungen ein und statten Gebäude und Großbauten mit Rohrleitungssystemen für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen aus. Sie schneiden Rohre aus verschiedenen Materialien zu, biegen sie und verbinden sie miteinander. Vor Ort verlegen sie die Rohrteile und montieren die dazu gehörenden Regel- und Steuerungssysteme. Außerdem kümmern sie sich um die Wartung und Reparatur von Rohrleitungen und Rohrleitungssystemen. Rohrleitungsmonteur*innen arbeiten in Werkstätten, auf Baustellen sowie bei ihren Kund*innen vor Ort im Team mit Berufskolleg*innen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften zusammen.

Rohrleitungsmonteur*innen montieren, warten und reparieren Rohrleitungssysteme zur Weiterleitung von Flüssigkeiten, Dämpfen und Gasen. Sie verlegen Hochdruckrohrleitungen für Erdöl, Erdgas,  Fernwärme usw. und montieren Wasseraufbereitungs-, Klär-, und Abgasfilteranlagen. Sie installieren Transport- und Förderleitungen in Betrieben der chemischen und petrochemischen (Erdöl und Erdgas verarbeitenden) Industrie oder in Betrieben der Nahrungsmittelindustrie, z. B. in Brauereien, Molkereien, Zuckerfabriken. Weiters statten sie private und öffentliche Gebäude und Anlagen wie z. B. Spitäler, Verwaltungsgebäude, U-Bahn-Stationen oder Tunnelanlagen mit entsprechenden Rohrleitungssystemen für Heizung, Belüftung und Klimatisierung aus.

Rohrleitungsmonteur*innen schneiden die Rohre mit einem Rohrabschneider, einem Schneidbrenner oder einer elektrischen Rohrsäge anhand der Maßangaben im Leitungsplan zu und fertigen Rohrbögen durch "Warmbiegen" an. Sie verwenden Rohre aus Stahl, Gusseisen,  Kupfer und Kunststoff und stellen Rohrverbindungen durch Schweißen, Löten, Kunststoffschweißen, Stecken, Kleben etc. her. Stahlrohre werden meist durch elektrisches Lichtbogenschweißen miteinander verbunden. Die Schweißnahtkontrolle wird mit Röntgenstrahlen durchgeführt. Die Rohrleitungsmonteur*innen statten die Rohrleitungsanlagen mit den erforderlichen Absperr-, Mess- und Regelarmaturen aus und montieren vorgefertigte Steuer- und Regelungskomponenten. Sie kontrollieren die Dichtheit der Rohre, bringen Korrosionsschutz gegen Rost an und schließen neu verlegte Rohrleitungen an das bestehende Rohrleitungsnetz an.

Bei der Verlegung von Hochdruckrohrleitungen wird die Baustelle zuerst vermessen, dann werden wasserfeste Rohrgräben ausgehoben und abgedichtet. Die Rohrteile werden meist mittels Kränen oder Hebevorrichtungen in die Baugrube gehoben und mit den bereits verlegten Teilen der Rohrleitung verbunden. Abschließend werden Kontrollschächte, Mess- und Regeleinrichtungen eingebaut und die Gräben gefüllt. Bei regelmäßigen Wartungsarbeiten erneuern die Rohrleitungsmonteur*innen den Rostschutz und führen die erforderlichen Reparaturarbeiten durch.

Rohrleitungsmonteur*innen montieren, warten und reparieren Rohrleitungssysteme wie z. B. Hochdruckrohrleitungen-, Förder-, und Kühleinrichtungen, Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen. Sie hantieren mit Rohren, Rohrleitungen und Verbindungsteilen aus Eisen, Stahl, Aluminium oder Kunststoff und benutzen bei ihrer Arbeit verschiedene Werkzeuge und Geräte wie z. B. Feilen, Sägen, Metallscheren, Schraubenzieher, Schneidbrenner sowie verschiedene Schweiß- und Lötgeräte.
Rohrleitungsmonteur*innen lesen und verwenden technische Unterlagen wie z. B. Baupläne, Installations- und Montagepläne, Betriebsanleitungen usw. und führen technische Dokumentationen, Wartungs- und Serviceprotokolle, Arbeitslisten und Journale.

Rohrleitungsmonteur*innen arbeiten vorwiegend auf Baustellen bzw. bei ihren Kund*innen/Auftraggeber*innen vor Ort (z. B. im Rahmen von Wartungs- und Servicearbeiten). Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen sowie mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften zusammen, siehe z. B. Betonbau (Lehrberuf), Hochbau (Lehrberuf), Bautechniker*in, Polier*in, Gebäudetechniker*in, Spengler*in (Lehrberuf), Installations- und Gebäudetechnik (Modullehrberuf).

  • Bau- und Verlegepläne lesen
  • Baustelle bzw. Einsatzort vorbereiten und absichern
  • Maschinen, Rohrteile und Hilfsmaterialien bereit stellen
  • Rohrgräben herstellen, Grundwasser ableiten, Grabenwände sichern und abdichten
  • Rohrleitungsteile aus Kunststoff,  Stahlbeton, Gusseisen oder Stahl verlegen
  • Rohrleitungsteile ausrichten, zusammenbauen, montieren und abdichten
  • Rohrbefestigungen und Rohrstützen einbauen
  • Armatur- und Inspektionsschächte bauen, Regel- und Messgeräte einbauen
  • Korrosionsschutzmaßnahmen durchführen (z. B. Lackieren, Versiegeln, Imprägnieren)
  • Dichtheitsprüfungen und Schweißnahtprüfungen durchführen
  • Rohrleitungsgräben mit Erde auffüllen und schließen (z. B. Asphaltieren, Platten verlegen)
  • Sanierungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten durchführen
  • Rohrbrüche beheben
  • Maschinen, Werkzeuge und Geräte reinigen und warten
  • technische Unterlagen, technische Dokumentationen, Betriebsbücher, Kund*innenkarteien, Service- und Wartungsjournale usw. führen
  • Gewerbliche Klein-, Mittel- und Großbetriebe des Anlagenbaus
  • Wasser- und Energieversorgungsunternehmen
  • Betriebe der Rohstoffgewinnung (Bergbau)

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Abgasklappe Abwasser alternative Energie Entwässerung Fernwärme Qualitätsmanagement Recycling Umweltanalytik