"In erster Linie, glaube ich, dass man dabei sein muss, körperlich und geistig dabei sein muss. Wir haben es hier meistens mit Hochspannung zu tun, und wenn da ein Fehler passiert, könnte das kritisch enden. ... Das auf Masten steigen war eine total neue Erfahrung. Ein bisschen mulmig war mir schon am Anfang, aber jetzt ist es eigentlich total super."
Daniel Berger, Lehrling, in einem Interview aus: AMS your job, 2005.
Elektroenergietechniker*innen stellen Geräte, Maschinen und Anlagen zur Erzeugung, Umwandlung, Verteilung und Anwendung von elektrischer Energie her, montieren und verkabeln sie am Verwendungsort und führen alle Vorarbeiten zur Inbetriebnahme durch. Zu den wichtigsten Erzeugnissen der Elektroenergietechniker*innen gehören Schalt- und Verteilerkästen, Schaltpulte, Regelschränke, Steuer- und Förderanlagen, Aufzüge, Maschinenstraßen, E-Werk- und Umspannwerkeinrichtungen (z. B. Strom-, Spannungs- und Kombiwandler, Transformatoren, Generatoren), Trennschalter, Leistungsschalter, Elektromotoren, Spulen und Wicklungen, Relais (elektromechanische Schalter), aber auch Stromrichter für Lokomotiven und U-Bahn-Fahrwerke.
Meist handelt es sich bei den Erzeugnissen um speziell angefertigte Einzelstücke. Wichtige Dienstleistungen sind die Wartung und Reparatur der angeführten Produkte, aber auch von Produktionsmaschinen und -anlagen aller Art (z. B. halbautomatische Werkzeugmaschinen, computergesteuerte Produktionsmaschinen). Elektroenergietechniker*innen installieren auch Anlagen, Geräte und Maschinen am Einsatzort, wie z. B. Transformatoren oder Leistungsschalter in Umspannwerken.
Elektroenergietechniker*innen führen die Auswahl, Beschaffung und Überprüfung der erforderlichen Materialien durch und stellen aus diesen Werkstoffen Maschinen- und Anlagenteile gegebenenfalls selbst her. Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld sind auch die Schutzmassnahmen zur Verhütung von Personenschäden und Sachschäden. Elektroenergietechniker*innen arbeiten fallweise an Hochspannungs- oder Starkstromanlagen. Sie sorgen dafür, dass alle Arbeiten unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften und -standards, der Normen und Umweltstandards ausgeführt werden.
Elektroenergietechniker*innen haben auch zahlreiche organisatorische Aufgaben. Sie legen anhand der technischen Unterlagen die Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Arbeitsmethoden fest, planen und steuern die Arbeitsabläufe, beurteilen die Arbeitsergebnisse und achten auf die Einhaltung der Qualitätsstandards.