Notfall- und Traumapädagoge / Notfall- und Traumapädagogin

Weiterbildung & Karriere

Notfall- und Traumapädagoginnen und -pädagogen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Größere Organisationen und öffentliche Institutionen in diesem Bereich organisieren laufend Seminar und andere Weiterbildungsveranstaltungen für ihre Mitarbeiter*innen.

Auch allgemeine Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und verschiedene spezialisierte Anbietern im sozialpsychologischen Bereich sowie zahlreiche Universitäts- und Fachhochschullehrgänge bieten eine gute Möglichkeit sich zu relevanten Themen weiterzubilden. Zudem haben Notfall- und Traumapädagoginnen und -pädagogen die Möglichkeit zur beruflichen Weiterentwicklung und Höherqualifizierung in Form eines außerordentlichen Weiterbildungsstudiums oder eines ordentlichen Zweitstudiums sowie eines weiterführenden PhD-Studiums.

Außerdem ist für Notfall- und Traumapädagoginnen und -pädagogen die laufende Lektüre von Fachzeitschriften, der Besuch von facheinschlägigen Seminaren, die Vernetzung bei Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an Expert*innennetzwerken (online und offline) eine wichtige Möglichkeit, um sich auf dem neuesten Stand zu halten.

Die Tätigkeitsfelder von Notfall- und Traumapädagoginnen und -pädagogen sind reichhaltig und weit verzweigt. Daher bieten sich eine Reihe von Weiterbildungsmöglichkeiten an: z. B. in den Bereichen

Fachkompetenzen

  • Berufsethik
  • Gesundheitspsychologie
  • Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie
  • klinische Psychologie
  • Notfallpsychologie
  • Traumapsychologie
  • Krisenintervention
  • neue Ansätze und Methoden der Beratung
  • Arbeit mit speziellen Zielgruppen
  • Resilienz
  • Lebens- und Sozialberatung
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • Kultur- und Sprachwissenschaften
  • Medienpädagogik
  • Psychosoziale Arbeit
  • Supervision
  • Coaching
  • Integrationsmanagement
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Informations- und Beratungstools und -materialien
  • digitale Kommunikationstechnologien, Online-Beratung
  • Nutzungs- und Urheberrecht
  • Digital Literacy
  • Datensicherheit, Datenschutz, Privacy
  • Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI)
  • Nachhaltigkeitsthemen

Methodenkompetenzen

  • Informationsrecherche und Wissensmanagement
  • interdisziplinäres Denken
  • Kreativitätstechniken
  • Organisationsfähigkeit
  • Dokumentation, elektronisches Datenmanagement (EDM)
  • Umgang mit sozialen Medien, Medienkompetenz
  • Zeitmanagement
  • Mediation und Konfliktmanagement
  • Gesprächsführung, Kommunikationstechniken
  • Diversitymanagement

Sozialkompetenzen

  • Führungsfähigkeit (Leadership)
  • interkulturelle Kompetenz
  • Teamfähigkeit

Nach mehrjähriger beruflicher Erfahrung können Notfall- und Traumapädagoginnen und -pädagogen zu Team- und Bereichsleiter*innen aufsteigen und führen als solche Mitarbeiter*innen und Teams.

Neben einem hierarchischen Aufstieg in der Organisation ist in diesem Beruf auch eine Weiterentwicklung und Karriere durch inhaltliche und fachliche Spezialisierung und Entwicklung in eine Expert*innenrolle möglich, z. B. auf bestimmte Zielgruppen und Einsatzbereiche.

Die selbstständige Berufsausübung ist bei Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen in diesem Beruf beispielsweise als selbstständige*r Psychologe/Psychologin oder im reglementierten Gewerbe Lebens- und Sozialberatung möglich.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Art: Lehrgang

Dauer: 3 Jahre

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen: Vorqualifikation

Abschluss: Die Anforderungen für das Zertifikat zum Somatic Experiencing Practitioner (SEP) entsprechen den Standards der Lehre nach P. Levine, Ph.D, vertreten durch INT (Institut für NeuroTracking®), EASE (European Association for Somatic Experiencing) sowie SETI (Somatic Experiencing Trauma Institute, USA).

Berechtigungen: Diese Weiterbildung berechtigt NICHT zur therapeutischen Arbeit mit erkrankten Menschen – außer die Teilnehmer*innen verfügen über eine entsprechende Vorqualifikation, die Sie dazu berechtigt.
Die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten des Lehrganges dürfen nur im Rahmen der persönlichen beruflichen Qualifikation und Berechtigung angewendet werden.

Info:

In Kooperation mit dem Institut Neurotracking.

Zielgruppe: Personen aus medizinischen Berufen, Heil- und Sozialberufen insbesondere Ärzt*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Lebens- und Sozialberater*innen, Sonder- und Heilpädagog*innen, Hebammen, Physiotherapeut*innen, Körpertherapeut*innen, Krankenpflegekräfte, Rettungseinsatzkräfte und andere Personen, die traumatisierte Menschen begleiten und bereits über Erfahrung in der Einzelberatung oder –begleitung verfügen

Kosten: EUR 6.598,00

Aufbau der Weiterbildung:

  • Einführungsworkshop (Intro) – 2 Tage (mehrere Terminmöglichkeiten stehen zur Auswahl)
  • SE – Beginner (2 x 6 Tage)
  • SE – Intermediate (2 x 6 Tage)
  • SE – Advanced (2 x 6 Tage)

Die einzelnen Teile der Fortbildung sind aufbauend gestaltet. Jeder Teil ist einzeln buchbar. Die Anmeldung erfolgt jeweils für 1 Ausbildungsjahr (2 x 6 Tage).

Weitere Infos: https://www.proges.at/somatic-experiencing/

PROGES Akademie
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