Waldpädagoge / Waldpädagogin

Andere Bezeichnung(en):
Natur- und Erlebnispädagoge*pädagogin, Wildnispädagoge*pädagogin

Weiterbildung & Karriere

Waldpädagoginnen und -pädagogen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Pädagogische und didaktische Fort- und Weiterbildungen bieten insbesondere Pädagogische Hochschulen und die Hochschule für Agrar-und Umweltpädagogik.

Die Forstlichen Ausbildungsstätten in Traunkirchen (OÖ), Ossiach (Kärnten), Mitterndorf im Mürztal/FAST Pichl (Steiermark) und Rotholz (Tirol) bieten Kurse u. a. zu Themen wie Baum- und Waldpflege, Naturschutz und Biotoppflege, Schädlingsbekämpfung, Praktische Waldbewirtschaftung, Ökologie des Waldes, Waldpflege und Holzernte.

Weiterbildungseinrichtungen wie das Berufsförderungsinstitut (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zahlreiche berufsübergreifende Weiterbildungsmöglichkeiten, beispielsweise zu kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Themen (Betriebswirtschaft, Buchhaltung, Personalmanagement), zu touristischen oder technischen Themenbereichen. Siehe beispielsweise die aktuellen Kursbücher des Berufsförderungsinstitutes (BFI) sowie des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI).

Größere forstwirtschaftliche Betriebe und Betriebe des Forstgartenbaus führen zur beruflichen Weiterbildung ihrer Mitarbeiter*innen zudem innerbetriebliche Kurse und Schulungen durch.

Außerdem ist für Waldpädagoginnen und -pädagogen die laufende Lektüre von Fachzeitschriften, der Besuch von facheinschlägigen Seminaren, die Vernetzung bei Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an Expert*innennetzwerken (online und offline) eine wichtige Möglichkeit, um sich auf dem neuesten Stand zu halten.

Weiterbildungsbereiche für Waldpädagoginnen und -pädagogen sind beispielsweise:

Fachkompetenzen

  • Biologie, Zoologie, Botanik und Ökologie
  • Waldberufe und Holzwirtschaft
  • Arbeit mit speziellen Kund*innengruppen
  • Entwicklungspsychologie von Kindern und Jugendlichen
  • Suchtprävention und -beratung
  • Achtsamkeit und Entspannungstechniken für Jugendliche
  • Beratung zu schulischen und sozialen Problemen
  • Medienkompetenz und Digital Literacy
  • Elternberatung und -arbeit
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • Nutzungs- und Urheberrecht
  • Datensicherheit, Datenschutz, Privacy
  • Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz

Methodenkompetenzen

  • Informationsrecherche und Wissensmanagement
  • Emotionsregulation
  • Stressbewältigung und Resilienzförderung
  • Kreativitätstechniken
  • Organisationsfähigkeit
  • Konfliktmanagement und Gewaltprävention
  • Umgang mit sozialen Medien, Medienkompetenz
  • Zeitmanagement
  • Gesprächsführung, Kommunikations- und Moderationstechniken

Sozialkompetenzen

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Kinder und Jugendliche verstehen
  • interkulturelle Kompetenz
  • Teamfähigkeit

Nach mehrjähriger beruflicher Erfahrung können Waldpädagoginnen und -pädagogen zu Team- und Gruppenleiter*innen aufsteigen und führen als solche Mitarbeiter*innen und Teams.

Neben einem hierarchischen Aufstieg in der Organisation ist in diesem Beruf auch eine Weiterentwicklung und Karriere durch inhaltliche und fachliche Spezialisierung und Entwicklung in eine Expert*innenrolle möglich, z. B. auf bestimmte Altersgruppen, Freizeitgestaltungsangebote.

Die selbstständige Berufsausübung ist beispielsweise als freiberufliche*r Trainer*in möglich.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Art: Universitätsstudium – Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

NQR-Level: 7  ISCED-Level: 7  ECTS-Punkte: 120  

Voraussetzungen:

abgeschlossenes, facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Science (MSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Universität Graz - Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 380 -1066
Fax: +43 (0)316 / 380 -9030
E-Mail: 4students@uni-graz.at
Internet: https://studien.uni-graz.at/

Art: Lehrgang

Dauer: 265 Präsenzstunden (auf 11 Module aufgeteilt)

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Erste-Hilfe-Kurs (16-stündig)
  • Interesse für die Arbeit mit Gruppen
  • Interesse für das Medium Natur
  • Grundlegende körperliche Gesundheit und Fitness
  • Grundlegende Bereitschaft zum Komfortverzicht

Abschluss:

Diplom

Berechtigungen:

Dipl. Erlebenispädagoge/-pädagogin: Der Lehrgang ist aufZAQ zertifiziert, und somit vom Bundesministerium für Familien und Jugend in Österreich und Südtirol anerkannt.

Info:

Kosten: EUR 4.608,00

Im Rahmen unserer Erlebnispädagogikausbildung erfahren wir, wie viel Spaß die Natur machen kann. Das versuchen Erlebnispädagoginnen und Erlebnispädagogen sowohl Kindern und Jugendlichen, als auch Erwachsenen, Teams, Vereinen oder Firmen zu vermitteln. Durch die Verbindung mit der Natur, schärfen wir mit der Erlebnispädagogikausbildung unsere Sinne, schöpfen Kraft, gewinnen Selbstvertrauen und erleben Abenteuer.

Der Erlebnispädagogik-Lehrgang wird in folgende Module geteilt:

  • Notfallmanagement (3 Tage)
  • Materialkunde (3 Tage)
  • Recht und Logistik (3 Tage)
  • City Bound (2 Tage)
  • Kooperative Abenteuerspiele (3 Tage)
  • Gruppendynamik (3 Tage)
  • Landart (3 Tage)
  • Wasser, Wald und Wiese (3 Tage)
  • Adventure Days (4 Tage)
  • Active Retreat (4 Tage)
  • Supervisionstag (1 Tag)

Weitere Infos: https://www.neverest.at/

NEVEREST Lifelong Learning GmbH
Utzstraße 3/1/B10
3500 Krems an der Donau

Tel.: +43 (0)2732 / 21009
Fax: +43 (0)2732 / 21009 -15
E-Mail: kontakt@neverest.at
Internet: https://www.neverest.at

Art: Lehrgang

Dauer: 42 Präsenzstunden (auf 5 Module aufgeteilt)

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Erste-Hilfe-Kurs (16-stündig)
  • Interesse für die Arbeit mit Gruppen
  • Interesse für das Medium Natur
  • Grundlegende körperliche Gesundheit und Fitness
  • Grundlegende Bereitschaft zum Komfortverzicht

Abschluss:

Diplom: Dipl. Outdoor TrainerIn

Berechtigungen:

  • Leitung von Teambuilding-Veranstaltungen für Firmen, Vereine, Schulen,…
  • Leitung von Incentives
  • Mitarbeit bei Outdoor-Projekten in Sozialeinrichtungen,…
  • Outdoor Methoden für Indoor-Trainer/innen

Info:

Kosten: EUR 2.016,00

Der Outdoor Trainer/in-Lehrgang wird in folgende Module geteilt:

  • Notfallmanagement (3 Tage)
  • Materialkunde (3 Tage)
  • Citybound (2 Tage)
  • Kooperative Abenteuerspiele (3 Tage)
  • Gruppendynamik (3 Tage)

Weitere Infos: https://www.neverest.at/outdoor-akademie/dipl-outdoor-trainer/

NEVEREST Lifelong Learning GmbH
Utzstraße 3/1/B10
3500 Krems an der Donau

Tel.: +43 (0)2732 / 21009
Fax: +43 (0)2732 / 21009 -15
E-Mail: kontakt@neverest.at
Internet: https://www.neverest.at

Art: Fachhochschullehrgang

Dauer: ca. 590 UE an 35 Ausbildungstage

Form: Berufsbegleitend

Kurzbeschreibung

Erlebnispädagogik nutzt die Wirksamkeit von Naturerfahrungen, Erlebnissen in der Gruppe und aktivem erfahrungsbasierten Handeln, um Lern- und Entwicklungsprozesse zu fördern, Verhaltensdefizite auszugleichen und persönliche Potenziale zu stärken.

Im Interaktions-, Erlebnis und Erfahrungsraum „Gruppe – Ich – Natur“ können Teilnehmende ihre Kompetenzen und Fähigkeiten erproben, Selbstvertrauen aufbauen und einen konstruktiven Umgang mit Herausforderungen entwickeln. Handlungsorientierte erlebnispädagogische Projekte schaffen ganzheitlich erfahrbare Lernsituationen, die durch gezielte Reflexion wertvolle Entwicklungsimpulse ermöglichen können.

Besonders in der Sozialen Arbeit und Jugendarbeit erweisen sich erlebnispädagogische Maßnahmen als attraktive, praxisnahe Interventionen zur Förderung persönlicher, sozialer und sozial-emotionaler Kompetenzen. (Quelle: Alpenvereinsakademie)

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Hochschulausbildung (mind. 180 ECTS‐Punkte): Abschluss einer Ausbildung/eines Studiums im Bereich Sozialarbeit/Sozialpädagogik/Pädagogik/Bildungswissenschaften/Lehramt und entsprechende Berufstätigkeit in diesem Arbeitsfeld, ODER
  • Abschluss einer anderen pädagogischen Ausbildung (Kolleg für Sozialpädagogik, BAfEP, Lehrgang Sozialpädagogik der FHOÖ) oder einer Ausbildung nach dem Sozialberufegesetz und mindestens 2‐jährige einschlägige Berufserfahrung, ODER
  • Hochschulreife und mindestens 2‐jährige einschlägige Berufserfahrung im sozialpädagogischen, pädagogischen oder psychosozialen Handlungsfeld, ODER
  • abgeschlossene Berufsausbildung und eine 5‐jährige einschlägige Berufserfahrung im sozialpädagogischen, pädagogischen oder psychosozialen Handlungsfeld.

Zielgruppe
Zielgruppe sind Fachkräfte aus sozialen, pädagogischen und therapeutischen Handlungsfeldern, die eigenverantwortlich erlebnispädagogische Prozesse begleiten wollen.

Kosten
siehe Zusatzinfo

Abschluss

  • Zertifizierte/r Erlebnispädagog*in

Beschreibung

Inhalte, u.a.:

  • Gruppe – Ich – Natur
  • Vorbereitung Gruppenreise
  • Selbstkonzept und Gruppendynamik
  • Aktion – Reflexion – Transfer
  • Erste Hilfe Outdoor
  • Alpine Erlebnispädagogik im Winter
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Sozialpädagogische Diagnostik
  • Prozess- und lösungsorientierte Methoden in der Natur
  • Fachsportliche Ausbildung (mind. Übungsleiter*in)
  • Projektmanagement / Umfeldarbeit / Reflexion / Evaluation
  • Durchführung Praxisprojekt
  • Begleitendes Projektcoaching
  • Kolloquium

Zusatzinfo

Dauer/Organisation: Inklusive Einstiegsseminar und Kolloquium gliedern sich die rund 35 Ausbildungstage in acht Seminare und eine zusätzliche fachsportliche Qualifikation. Zusammen mit Praxisprojekt und Facharbeit ergeben sich ca. 590 Unterrichtseinheit (je 60 Minuten). Das entspricht 40 ECTS im formalen Bildungssystem.

Kosten:

  • Gesamtlehrgang - Seminarkosten: EUR 5.420,00 (exkl. fachsportlicher Ausbildung)
  • Unterkunft & Verpflegung: EUR 1.578,00 (exkl. Selbstversorgung bei einigen Seminaren)

Die Module sind auch einzeln buchbar. Über Details und Kosten informiert der Anbieter.

Weitere Infos: https://www.alpenverein-akademie.at/Fuehren-und-Leiten/Lehrgang-Erlebnispaedagogik/index.php

Österreichischer Alpenverein - Alpenvereinsakademie
Olympiastraße 37
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 59547 -34
Fax: +43 (0)512 / 59547 -90
E-Mail: akademie@alpenverein.at
Internet: http://www.alpenverein-akademie.at

Art: Lehrgang

Dauer: ca.12 Monate

Form: Berufsbegleitend

NQR-Level: 3  

Voraussetzungen:

  • Bereitschaft zur Jugendarbeit
  • Vollendung des 16. Lebensjahres
  • persönliche Eignung
  • Das Base Camp und get together können nur von Funktionär*innen besucht werden.
  • Die Familiengruppenleiter*innenausbildung kann mit der Vollendung des 18. Lebensjahres abgeschlossen werden.

    Abschluss: Zertifikat

    Berechtigungen:

    Die mit dieser Qualifikation ausgebildeten Familiengruppenleiter*innen sind typischerweise im Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeit in der Sektionsarbeit des Österreichischen Alpenvereins tätig.

    Mit dieser Qualifikation ergeben sich keine Berechtigungen am Arbeitsmarkt und keine Zugangsberechtigungen für weiterführende Bildungsangebote.

    Info:

    Aufbau:

    • Einstiegskurs Base Camp
    • Grundkurs Abenteuer Bergnatur
    • Übungsleiterkurs Familienbergsteigen
    • Praxistag
    • Get together

    Wird der Lehrgang im Rahmen des Lehrgangs Alpinpädagogik absolviert unterscheidet sich der Inhalte etwas.

    Kosten: Die Seminare sind einzeln zu buchen. Informationen auf der Webseite der Alpenvereins-Akademie.

    Weitere Infos: https://www.alpenverein.at/akademie/verein_funktion/jugend/FamiliengruppenleiterInnen/index.php

Österreichischer Alpenverein - Alpenvereinsakademie
Olympiastraße 37
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 59547 -34
Fax: +43 (0)512 / 59547 -90
E-Mail: akademie@alpenverein.at
Internet: http://www.alpenverein-akademie.at

Art: Lehrgang

Dauer: ca.12 Monate

Form: Berufsbegleitend

NQR-Level: 3  

Voraussetzungen:

  • Bereitschaft zur Jugendarbeit
  • Vollendung des 16. Lebensjahres
  • persönliche Eignung
  • Das Base Camp und get together können nur von Funktionär*innen besucht werden.
  • Die Familiengruppenleiter*innenausbildung kann mit der Vollendung des 18. Lebensjahres abgeschlossen werden.

    Abschluss: Zertifikat

    Berechtigungen:

    Die mit dieser Qualifikation ausgebildeten Familiengruppenleiter*innen sind typischerweise im Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeit in der Sektionsarbeit des Österreichischen Alpenvereins tätig.

    Mit dieser Qualifikation ergeben sich keine Berechtigungen am Arbeitsmarkt und keine Zugangsberechtigungen für weiterführende Bildungsangebote.

    Info:

    Aufbau:

      Einstiegskurs Base Camp
    • Grundkurs Erlebnis Berg
    • Übungsleiterkurs nach Wahl
    • Praxistag
    • Get together

    Wird der Lehrgang im Rahmen des Lehrgangs Alpinpädagogik absolviert unterscheidet sich der Inhalte etwas.

    Kosten: Die Seminare sind einzeln zu buchen. Informationen auf der Webseite der Alpenvereins-Akademie.

    Weitere Infos: https://www.alpenverein.at/akademie/verein_funktion/jugend/JugendleiterInnen/index.php

Österreichischer Alpenverein - Alpenvereinsakademie
Olympiastraße 37
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 59547 -34
Fax: +43 (0)512 / 59547 -90
E-Mail: akademie@alpenverein.at
Internet: http://www.alpenverein-akademie.at